Video on Demand: Was ist das?

Video on Demand am Laptop

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Video on Demand: Was ist das?

Video-on-Demand oder kurz VoD heißt auf Deutsch übersetzt nichts Anderes als „Video auf Abruf“. Video-on-Demand ermöglicht dem Zuschauer Filme oder digitale Videos von einem Online-Anbieter abzurufen, wenn eine Sendung verpasst wurde. Dies erfolgt entweder durch einen Download oder über Video-Streaming. Beim Download muss das Video zunächst heruntergeladen werden, wobei es beim Streaming direkt verfügbar ist. Allerdings gibt es beim Download auch einen sogenannten progressiven Download, der bereits während des Downloadvorgangs ein Betrachten des Videos ermöglicht. Genau genommen handelt es sich um ein kurzzeitiges Speichern der benötigten Daten, die automatisch wieder entfernt werden. Dadurch wird kein Festplattenspeicher in Anspruch genommen.
Da das Streaming ein hohes Datenaufkommen hat, um eine hervorragende Bildqualität gewährleisten zu können, ist eine Internetflatrate empfehlenswert. Andersfalls kann der Verbrauch großer Datenmengen zu hohen Kosten seitens Ihres Internetanbieters führen. Ferner ist ein Breitband-Internetzugang mit mindestens 6 MB/s und bestenfalls 25 MB/s notwendig, um eine gute Bildqualität zu erzielen. Bei Video-on-Demand gibt es zwei unterschiedliche Varianten digitale Videos abzurufen. Beim Streaming werden die Daten gleichzeitig in den Arbeitsspeicher runtergeladen und wiedergegeben, wobei keine Daten auf dem Endgerät gespeichert werden.

Video-on-Demand: Welche Vorteile hat Video-On-Demand?

Frau mit großer Auswahl an Videos und Musik

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Video-on-Demand ist nach wie vor eine sehr bequeme Alternative zu herkömmlichen Videotheken wie man sie aus vergangenen Zeiten kennt. All diejenigen, die spontan einen Film zu Hause sehen und sich dadurch den Gang zur Videothek ersparen möchten, erhalten mit Video-on-Demand eine attraktive Alternative. Außerdem sind die meisten Filme und Sendungen von A-Z auf Abruf verfügbar und können von mehreren Nutzern gleichzeitig abgerufen werden. In der klassischen Videothek sind gute Filme oftmals verliehen und man muss tage- und wochenlang auf den gewünschten Film warten. Außerdem besitzen die meisten Video-on-Demand Anbieter eine sehr große Auswahl an aktuellen Filmen. Jedoch unterscheiden sich die verfügbaren Filme von Anbieter zu Anbieter gewaltig, da nicht jeder das gleiche Angebot hat.

Auch die Anzahl der Filme, Dokumentationen und Serien unterscheidet sich gravierend. Der eine Video-on-Demand Anbieter verfügt über ein Sortiment von 300 Filmen und der andere Anbieter von bis zu 130.000 Filmen. Möchte man an einem verregneten Tag einen bestimmen Film sehen, kann es passieren, dass dieser nicht im Sortiment des Video-on-Demand Anbieters vorhanden ist. Manchmal kann es dabei eine halbe Stunde bis mehrere Stunden dauern bis man einen neuen interessanten Film gefunden hat.

Video-on-Demand: Welche Nachteile hat Video-On-Demand?

Ein Nachteil des Video-on-Demand ist zunächst die technische Voraussetzung. Nachdem der Nutzer die Frage geklärt hat, ob er Filme in HD Qualität bevorzugt und, ob er einen Anbieter mit einer sehr großen Auswahl an Filmen oder Serien wählt oder nicht, steht er vor dem nächsten Problem. Nicht jedes Endgerät (Computer, Fernsehen) ist kompatibel mit jedem Video-on-Demand Anbieter und eignet sich daher nicht für das Abspielen der angebotenen Filme. Demzufolge ist es oftmals die Technik, die den Nutzer bei der Entscheidung für das richtige Video-on-Demand Portal stark eingeschränkt. Fernsehgeräte von Sony sind beispielsweise meist mit dem Video-on-Demand Anbieter Lovefilm kompatibel, wohingegen andere Marken auch andere Anbieter fordern. Kompliziert wird es meist, wenn mehrere Nutzer im Haushalt sind und dieser über unterschiedliche Endgeräte verfügen.
Andere Hürden für die Nutzung von Video-on-Demand können auch eine zu geringe Internetgeschwindigkeit oder die Bezahlmodelle darstellen. Man merkt schnell, dass Video-on-Demand eine Vielzahl an Vorteilen hat, jedoch auch eine gewisse technische Ausstattung benötigt. Lebt man im ländlichen Raum, kann auch die Internetgeschwindigkeit für Probleme bei der Bildqualität und Abspielgeschwindigkeit sorgen. Daher müssen die Vor- und Nachteile unbedingt auf den Einzelfall abgewogen werden.

Video-on-Demand: Keine Angst vor technischen Hürden

Im Prinzip ist Video-on-Demand keine schwierige Angelegenheit. Alles was Sie als erstes in Erwägung bringen müssen, ist die Internetgeschwindigkeit und die Art Ihres Anschlusses. Sie benötigen unbedingt eine Internetflatrate, um hohe Kosten seitens Ihres Internetanbieters zu verhindern. Bei Video-on-Demand werden große Datenmengen durch das Internet übertragen, was wiederum zu hohen Kosten führen kann. Insbesondere beim Abspielen über Smartphones und Tablets sollte zunächst ein kostengünstiger Internetvertrag mit dem Mobilfunkanbieter abgeschlossen werden. Ist die Internetgeschwindigkeit ausreichend, können Sie weitere Überlegungen in Angriff nehmen. Um Video-on-Demand Filme in einer akzeptablen Qualität und ohne Bildaussetzer sehen zu können, ist eine Internetgeschwindigkeit von mindestens 3 MB/s notwendig; für HD-Filme sogar 6 MB/s. Die einfachste Möglichkeit das Video-on-Demand Angebot an einem Endgerät abzuspielen, sind Computer und Laptops. Der Laptop wird problemlos mit dem WiFi verbunden, um anschließend die Filme im Webbrowser (Internet Explorer, Chrome, Firefox, Safari) abzuspielen. Manchmal verlangt der Browser automatisch ein Update eines benötigten PlugIn, um ein stockendes Abspielen der Videos gewährleisten zu können. Hat Ihr Fernsehgerät einen Internet-Zugang, dann handelt es sich um einen sogenannten Smart-TV und Sie benötigen für die Verbindung von Internet und Fernsehgerät kein Zusatzgerät.

Video-on-Demand: Fehlende Preistransparenz der Anbieter

Jeder Anbieter verfügt über ein anderes Bezahlmodell und oftmals ist dem Nutzer die Preisstruktur nicht von vornhinein verständlich. Bei einigen Video-on-Demand Anbietern zahlen Kunden ein Abonnement mit einer monatlichen Pauschale, bei anderen hingegen werden Einzelabrufe bezahlt. Je nach Nutzungsgewohnheit kann dies für Gelegenheitsgucker ein Vorteil sein, um Kosten zu sparen. Möchte man jedoch häufiger Filme schauen, sollte man ein kostengünstiges Abonnement abschließen. Die Kosten für das Ausleihen eines Video-on-Demand Film belaufen sich auf 3-5 Euro pro Film. Meist hat man dann 48 Stunden Zeit, den Film beliebig oft zu schauen. Nicht alle Video-on-Demand Anbieter bieten eine ausreichende Preistransparenz durch beispielsweise Suchmasken mit einem Preisfilter. Oftmals ist der Nutzer von dem großen Angebot an Filmen begeistert, muss allerdings im Nachhinein feststellen, dass er trotz monatlicher Pauschale oder Jahresbeitrag für die meisten Filme zusätzlich zahlen muss. Video-on-Demand ist mit Sicherheit eine sehr bequeme Alternative und ein praktischer Zeitvertreib an Regentagen. Nichtsdestotrotz sollte der Nutzer vorab eine ausführliche Recherche betreiben, ob der Video-on-Demand Anbieter seinen Ansprüchen entspricht.