1962: Die Welt steht mit der Kubakrise am Rand eines Atomkrieges, in dessen strategischem Zentrum Deutschland läge. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß will den drohenden Dritten Weltkrieg verhindern, indem er die neu geschaffene Bundeswehr atomar bewaffnet, um die Bundesrepublik auch ohne Unterstützung der USA gegen Warschauer Pakt verteidigen zu können.
Der Herausgeber des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", Rudolf Augstein, kritisiert diese "Politik des Säbelrasselns" und befürchtet die Rückkehr totalitärer Strukturen. Zwischen den beiden beginnt ein archaisch anmutendes Gefecht um Moral, Pressefreiheit und Landesverrat. Verbissen versucht Augstein, dem Minister kriminelle Machenschaften zu beweisen, um langfristig zu verhindern, dass Strauß Kanzler wird.
Als im "Spiegel" der Artikel "Bedingt abwehrbereit" erscheint, in dem der Redakteur Conrad Ahlers' erklärt, dass die Bundeswehr im Ernstfall keineswegs das geteilte Deutschland davor bewahren könnte, zum atomaren Schlachtfeld der Weltmächte zu werden, eskaliert der Machtkampf: Strauß instrumentalisiert die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, die wegen Geheimnisverrats gegen Augstein und Ahlers ermittelt - die "Spiegel"-Redaktion wird gestürmt.
Mitwirkende:
Regie: Suso Richter Roland
Drehbuch: Johannes Betz
Mit: Francis Fulton-Smith, Sebastian Rudolph, Franziska Schlattner, David Rott, Nora von Waldstätten u. a.
Filme wurde auf RBB ausgestrahlt am Samstag 12 September 2026, 20:15 Uhr.