Im Dezember 2024 durchsuchte die Staatsanwaltschaft Leipzig die Geschäftsräume des Unternehmers Christoph Gröner – wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung und Veruntreuung von Arbeitsentgelt. Die MDR-Autoren Tom Fugmann und Marcel Siepmann recherchieren seitdem zu Christoph Gröners Immobilienimperium.
Noch vor wenigen Jahren ging es für Christoph Gröner steil nach oben. Er kaufte landauf, landab Grundstücke, baute Gewerbegebäude und versprach deutschen Kommunen Wohnraum im großen Stil: In Leipzig, Karlsruhe, München und Köln plante er neue Stadtquartiere, in Berlin den höchsten Wohntower. Bundesweite Berühmtheit erlangte er durch den Satz: „Wenn Sie 215 Millionen haben, schmeißen Sie das Geld zum Fenster raus, dann kommt's zur Tür wieder herein.” Zur Unterstützung holten sich Christoph Gröner und sein Firmenkonglomerat namhafte Ex-Politiker. So wurde der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder als Berater engagiert und der ehemalige Kanzleramtsminister Ronald Pofalla ins Unternehmen geholt.
Mittlerweile sind Unternehmensteile insolvent, Handwerker, Architekten und externe Dienstleister klagen, weil sie nicht bezahlt wurden. Auf vielen einstigen Baustellen herrscht Stillstand. Immer wieder gruppierte der Baulöwe seine Firmengruppe um, wodurch es ihm gelingt, zumindest teilweise weiter wirtschaftlich zu agieren.
Der Film „Christoph Gröner und sein Immobilienimperium” hinterfragt das Unternehmenskonzept des Unternehmers und erklärt, weshalb es offenbar an seine Grenzen kam.
Fakt: Christoph Gröner Und Sein Immobilienimperium wurde auf ARD ausgestrahlt am Mittwoch 11 März 2026, 05:00 Uhr.