Rundfunkbeitrag oder Rundfunkgebühren

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Rundfunkbeitrag oder Rundfunkgebühren – Informationen rund um das Thema

Der Rundfunkbeitrag, auch bekannt unter Rundfunkgebühren, ist seit dem Jahr 2013 die Bezeichnung für die GEZ-Gebühren. Streng genommen gibt es jedoch einen essentiellen Unterschied zwischen den beiden Begriffen ‚Rundfunkgebühren‘ und ‚Rundfunkbeitrag‘. Eine Gebühr kann nur für spezifische öffentliche Leistungen anfallen, die eine Person wirklich nutzt. Dahingegen fällt ein Beitrag bereits dann an, wenn lediglich die Möglichkeit da ist, dass ein Fernseher oder Ähnliches genutzt wird. Nichtsdestotrotz werden die beiden Begriffe häufig synonym verwendet.
Betroffen an diesem Beitrag ist grundsätzlich jeder, der in einer Wohnung lebt. Dabei muss nicht zwangsläufig jeder die Kosten tragen, sondern es darf auch geteilt werden. Wer somit mit dem Partner zusammen lebt oder in einer Wohngemeinschaft haust, kann den Rundfunkbeitrag auch mit den entsprechenden Mitbewohnern teilen.
Die Höhe der Kosten belaufen sich gegenwärtig auf 17,50 Euro im Monat. Dabei ist es völlig gleichgültig, mit wie vielen Personen Sie in Ihrer Wohnung leben. Zudem ist auch die Anzahl der Radios, Fernseher usw., sowie die generelle Verfügbarkeit eines solches Gerätes im Haushalt unwesentlich.
Doch was genau wird hier eigentlich als Wohnung definiert? Als Wohnung zählt man alle Räume, die von außerhalb oder durch einen separaten Eingang erreicht werden können. Dabei ist ein Badezimmer oder eine Küche kein Muss, bereits ein geeigneter Raum zum Schlafen reicht aus, damit die Räumlichkeit als Wohnung betitelt werden kann.
Darüber hinaus beginnt die Pflicht der Beitragszahlung bereits mit dem ersten Tag des Monats, in dem Sie als Erwachsener die Wohnung mieten und im Mietvertrag stehen. Selbst wenn Sie erst zum Monatsendeoder sogar erst einen Monat später einziehen, müssen Sie den Rundfunkbeitrag sofort begleichen. Wenn Sie schließlich aus der Wohnung ausziehen sollten, werden Sie mit dem letzten Tag des Monats, indem Sie die Wohnung kündigen, von den Kosten befreit. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie den Beitragsservice noch im selben Monat über Ihren Auszug informieren. Sollten Sie dies vergessen, müssen Sie die Kosten weiterhin tragen und erst in dem Monat, in dem Sie den Service benachrichtigen, müssen Sie den Rundfunkbeitrag nicht mehr zahlen.
Sicherlich fragen Sie sich, warum und von wem dieser Rundfunkbeitrag eigentlich zustande kommt. Das Geld, das Sie hierfür zahlen, wird vom Beitragsservice ARD und ZDF eingenommen, welche im Übrigen die Nachfolger der GEZ sind.

GEZ-Gebühren nicht zahlen – ist das möglich?

Sie besitzen keinen Fernseher, kein Radio, kein Telefon oder dergleichen? Seit dem Jahr 2013 spielt dies zu Ihrem Ungunsten leider keine Rolle mehr. Seit diesem Jahr muss nämlich jede Wohnung zahlen. Wenn Sie somit volljährig sind und im Mietvertrag als Mieter verschriftlich sind, oder aber auch gemeldet sind, müssen Sie den Rundfunkbeitrag zahlen. Dem Vermieter kommen in diesem Belang keinerlei Kosten zu.
Das einzig Beruhigende an dem Ganzen ist wohl, dass pro Wohnung ein Beitrag anfällt und nicht zwingend jeder Bewohner zahlen muss. Wenn Sie somit in einer Wohngemeinschaft mit fünf Personen wohnen, können Sie die Kosten unter Ihnen Fünf gerecht aufteilen, sodass sich der Beitrag für jeden auf einen geringen Betrag beschränkt.
Des Weiteren besteht aber auch die Möglichkeit, die GEZ-Gebühren nicht zu zahlen. Allerdings müssen dafür bestimmte Auflagen und Voraussetzungen erfüllt werden. So werden Sie zum Beispiel befreit, wenn Sie bestimmte Sozialleistungen beziehen – beispielsweise gilt dies bei Studentinnen und Studenten, die BAföG beziehen.
Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit, die GEZ-Gebühren in unterschiedlichen Zeiträumen zu zahlen: monatlich 17,50 Euro, drei-monatlich 52,50 Euro, habjährlich 105 Euro oder jährlich 210 Euro. Diejenigen unter Ihnen, die schon seit längerer Zeit die Gebühren zahlen müssen, ist sicherlich schon aufgefallen, dass der Preis minimal gesunken ist. Noch im Jahr 2014 lagen die Kosten bei 17,98 Euro im Monat – man spart somit bereits 48 Cent. Dies hört sich zunächst wenig an, doch auf die Zeit umgerechnet, kann man sich von diesem Ersparnis doch das ein oder andere schöne Kleidungsstück oder Lebensmittel kaufen.

Sie sind Studentin oder Student? – Dies sollten Sie bei dem Rundfunkbeitrag beachten

Kommen Sie während der ersten Monate Ihrer Studienzeit in einem kleinen Gästezimmer oder einer Ferienwohnung unter, so müssen Sie sich hier keine Gedanken um die GEZ-Gebühren machen. Auch wenn Sie zu denjenigen gehören, die BAföG beziehen können, gibt es erfreuliche Nachrichten. Seit Beginn des Jahres 2017 gibt es nämlich einige Neuerungen, was das Thema Befreiung vom Rundfunkbeitrag anbelangt. So ist es zum Beispiel möglich, dass Sie sich bis einschließlich drei Jahre rückwirkend befreien lassen können. Auch wenn Sie noch nicht das 25. Lebensjahr erreicht haben, bei Ihren Eltern leben und diese von den Kosten befreit sind, können Sie davon profitieren, denn das Ganze erstreckt sich dann auch auf Sie. Außerdem gilt die Befreiung so lange, wie Sie auch das BAföG bekommen.
Des Weiteren kann eine Befreiung oder Ermäßigung erfolgen, wenn Sie eine Behinderung haben – vor allem,wenn Sie gehörgeschädigt oder erblindet sind.

Wenn Sie nun studieren und kein BAföG beziehen, haben Sie häufig auch kein Recht, andere Sozialleistungen zu beziehen und folglich schwindet auch die Aussicht auf eine Befreiung oder Ermäßigung des Rundfunkbeitrages. Sollten Sie davon betroffen sein, müssen Sie – gleichgültig, wie die finanzielle Situation ist – die Kosten tragen.